Poker

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Aus welchem Land stammt Poker?

Poker gilt heute als eines der amerikanischsten Spiele überhaupt. Tatsächlich wurde es jedoch dahin importiert. Die genaue Herkunft ist nicht völlig geklärt:

  • Das persische Kartenspiel As Nas ist mit großer Sicherheit kein Vorläufer des Pokerspiels, auch wenn diese Behauptung immer wieder aufgestellt wird.

  • Wahrscheinlicher ist es, dass sich das Spiel aus dem deutschen Poch bzw. dem französischen Poque entwickelt hat. Dieses Kartenspiel wurde bereits 1441 in Straßburg erstmalig erwähnt und benötigte ein Pochbrett. Es wird vermutet, dass französische Auswanderer das Spiel in die USA brachten und sich daraus im 19. Jahrhundert das heutige Pokerspiel entwickelte.

  • Weitere Vorläufer könnten das englische Brag, das französische Bouillotte und Belle, Fluss und Einunddreißig, das ebenfalls in Frankreich und Deutschland bekannt war, sein.

  • Als Geburtsort des heute bekannten Pokers gilt New Orleans. Zu beginn des 19. Jahrhunderts wurde es dort bevorzugt von französischen Auswanderern mit bis zu 20 Karten von vier Spielern gespielt. Dank der Mississippi-Dampfschiffe breitete sich das Spiel über den Osten der USA aus und wurde durch den Goldrausch auch in den Westen getragen.

  • Als es in den gesamten USA bekannt war, wurde es zunehmend einheitlich und mit 52 Karten gespielt. Zudem entwickelten sich viele regionale Eigenheiten, wie beispielsweise Stud und Draw Poker. Auch Flush und Straight wurden erst zu dieser Zeit endgültig eingeführt.

  • Texas Hold’Em, das heute als beliebteste Poker-Variante gilt, ist die jüngste Poker-Spielweise und wurde erst in den 1990er Jahren in den gesamten USA bekannt und beliebt.

Poker

Wie läuft ein Pokerspiel ab?

Der genaue Ablauf kann je nach Spielvariante unterschiedlich sein. Ziel der meisten Versionen ist es, beim Aufdecken der Karten über das beste Blatt zu verfügen und die Einsätze seiner Mitspieler zu gewinnen. Bei Texas Hold’Em ist der Spielablauf folgendermaßen:

  1. Ein Dealer teilt die Karten aus. Bei privaten Spielen wechseln sich die Mitspieler reihum ab, im Casino oder beim Online Poker wird dies durch einen Angestellten oder einen Software erledigt. Dennoch gibt es auch dort einen weißen “Dealer-Button” der anzeigt, welcher Spieler gerade die Karten geben müsste, da so auch geregelt wird, welcher Spieler an welcher Position sitzt.

  2. In der Regel müssen die Spieler einen Mindesteinsatz in den Pot geben, um Karten zu erhalten. Dieser wird vor Spielbeginn festgelegt und als Small Blind bezeichnet. Im Spielverlauf wird er deutlich erhöht, um das Spiel zu beschleunigen. Der Big Blind (wird ebenfalls durch einen Button gekennzeichnet) muss einen erhöhten Einsatz leisten, um seine Karten zu sehen, kann mit diesem Betrag jedoch relativ häufig den Flop sehen.

  3. Haben die Spieler den Mindesteinsatz getätigt, erhalten sie ihr Anfangsblatt (Pocket Cards), das bei Texas Hold’Em aus zwei Karten besteht. Wer seine Karten für so gut hält, dass er den Flop (Community Cards) sehen möchte, muss mindestens auf den Big Blind erhöhen. Der Big Blind kann in diesem Fall durch Checken anzeigen, dass er ebenfalls nicht mehr setzen möchte. Da es bereits zu diesem Zeitpunkt Setzrunden gibt, kann es sein, dass Spieler durch einen Raise die Kosten erhöhen. Wer nicht mehr Geld investieren möchte, scheidet durch einen Fold freiwillig aus dem Spiel aus.

  4. Anschließend wird mit dem “Turn” die vierte Gemeinschaftskarte aufgedeckt. Eine erneute Setzrunde folgt. Der Mindesteinsatz für eine Erhöhung ist der doppelte Big Blind.

  5. Die letzte Gemeinschaftskarte ist der “River”. Es liegen nun 5 Gemeinschaftskarten offen auf dem Tisch. Die Spieler können ihre Pocket Cards frei mit den Community Cards zum bestmöglichen Blatt kombinieren.

  6. Der Gewinner des Pots wird ermittelt und der Spieler mit dem höchsten Blatt erhält den gesamten Inhalt. Ausnahmen kann es geben, wenn ein Spieler mit weniger Chips All-In gegangen ist und die anderen Spieler mehr als dieser gesetzt haben. Ist dies der Fall, gibt es einen “Sidepot”, in dem sich alle den Pot übersteigenden Einsätze befinden. Gewinnt nun der Spieler, der seine gesamten Chips investiert hat, gehört der Sidepot dem Spieler mit dem zweithöchsten Blatt.

  7. Die Blinds und der Dealer-Button wandern im Uhrzeigersinn einen Spieler weiter. Und das Spiel beginnt von vorne.

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Welche Anfangsblätter bieten welche Chancen bei Hold’em?

Eine der wichtigsten Fähigkeiten bei Hold’em ist einschätzen zu können, welche Gewinnchancen Anfangsblätter haben und wie sich die Siegchancen im Laufe des Spiels verändern. Da es alleine bei Texas Hold’em 1.326 verschiedene Starthände gibt, ist es hier natürlich nicht möglich, alle Anfangsblätter zu behandeln. Die wichtigsten Grundsätze sind jedoch:

  1. Erstklassiges Anfangsblatt
    Natürlich ist ein Anfangsblatt mit hohen Gewinnchancen wie zwei Assen, Bildkarten oder Ass und König suited der Traum eines jeden Pokerspielers. Wer jedoch auf ein solches Blatt wartet, um mehr zu riskieren, kann im Durchschnitt nur jedes 50. Spiel spielen.

  2. Fishhooks
    Vor allem von Anfängern wird ein paar Buben im Anfangsblatt häufig gnadenlos überschätzt. Dass eine solche Hand am Ende den Sieg einfährt, liegt bei weniger als 50 %.

  3. Dieselbe Farbe
    Auch dieses Merkmal wird von vielen Anfängern unterschätzt. Zwar erhöhen sich dadurch die Chancen auf einen Flush, tatsächlich haben sich die Gewinnchancen des Blattes aber um lediglich 2,5 % verbessert. Etwas besser sehen die Chancen aus, wenn die Anfangskarten immerhin als Connectoren für Straight oder gar Royal Flush genutzt werden können.

  4. Paare
    Dass der Flop eine der Karten der Anfangshand zu einem Paar ergänzt, passiert rund jedes dritte Mal. Beim River liegt die Wahrscheinlichkeit dafür sogar bei 50 %. Zwei Paare erhält ein Spieler nur zu etwa 2 %.

  5. Drillinge
    Wenn in der Anfangshand bereits ein Paar vorhanden ist, stehen die Chancen bei 7,5: 1, dass die Gemeinschaftskarten das Paar zu einem Drilling ergänzen.

  6. Full House
    Wer beim Flop zwei Paare hat, trifft mit einer Wahrscheinlichkeit von über 16 % ein Full House beim River. Wen ein Spieler hingegen einen Drilling hat, ist die Chance mit über 33 % gleich doppelt so hoch.

  7. Suited Connectors
    Auch hier werden die Chancen oft überschätzt. Viele Spieler denken, dass sie selbst dann besser sind, als Asse, wenn sie nur in der Mitte liegen. Auch wenn es stimmt, dass ein Straight oder ein Flush so möglich werden, schlägt diese Anfangshand ein beliebiges Over Pair nur jedes fünfte Mal.

  8. Wie wichtig ist der Kicker bei Hold’em? Die Bedeutung des Kickers wird häufig unterschätzt. Wenn die höchste Karte bei zwei Spielern übereinstimmt, der Kicker aber bei einem Spieler niedriger ist, verringern sich seine Gewinnchancen auf ein Viertel.

  9. Connectoren vs. Suited Cards
    Suited Cards werden in der Regel viel häufiger gespielt als Connectors. Deswegen sind die meisten Spieler irrtümlicherweise der Meinung, dass ein Flush (3,0 %) leichter zu erreichen ist, als eine Straight (4,6 %). Natürlich spiegelt sich dies aber dennoch in der Rangfolge wieder.

  10. Die schlechteste Hand bei Hold’em
    Das schlechtmöglichste Anfangsblatt ist 7 und 2 mit unterschiedlichen Farben. Ein Over Pair ist mehr als nur wahrscheinlich, Flush und Straße hingegen sehr unwahrscheinlich.


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Wie erhöhe ich beim Poker meine Gewinnchance trotz eines schlechten Blattes?

Zwar hat Poker sehr viel mit Glück zu tun, über einen längeren Zeitraum würde sich der bessere Spieler jedoch immer durchsetzen. Das hat vor allem mit den folgenden Strategien und Fähigkeiten zu tun:

  1. Analyse der Mitspieler
    Erfolgreiche Pokerspieler haben gelernt, ihre Mitspieler einschätzen zu können. Deswegen sind das Sammeln von Informationen, das Einordnen der Spielweise und eine gute Menschenkenntnis Voraussetzungen dafür, Gewinnen zu können. Wer erkennt, wann ein Gegenspieler blufft oder in Bedrängnis gerät, kann diesen Vorteil in den meisten Fällen für sich nutzen. Zudem ist es sinnvoll, darauf zu achten, welche Spielweise der Gegner verfolgt, um sie kontern zu können. In der Regel lassen sich die meisten Spieler in tight und loose einteilen. Wer nur wenige Hände spielt und bei schlechten Karten konsequent passt, spielt tight. Wer hingegen so gut wie jede Hand spielt, spielt “loose” und kann in der Regel mit einem guten Blatt und der passenden Aggressivität leicht geschlagen werden.

  2. Aggressivität
    Auch wenn eine zu aggressive Spielweise auf Dauer nicht zielführend ist, gehört es zu einer der erfolgreichsten Taktiken, seine Mitspieler unter Druck zu setzen. Wer aufgibt, bevor er den River sieht, ist kein Konkurrent um den Pot mehr, selbst wenn er eine bessere Hand gehabt hätte. Spieler, die hingegen nur auf das reagieren, was die anderen Mitspieler ihnen bieten, minimieren ihren Gewinn und auch ihre Chancen.

  3. Risiken und Chancen erkennen
    Eine erfolgreiche Poker-Spielweise basiert auf der richtigen Einschätzung von Risiken und Chancen. Profi-Spieler nutzen dafür nicht nur die einfachen Erwartungswerte von Anfangskarten und gleichen diese mit Flop und Turn ab, sondern arbeiten auch mit Implied & Pot Odds. Sie ermöglichen es, wesentlich leichter zu erkennen, ob sich ein Call lohnt, ein Raise erforderlich ist, oder ein Fold die beste Wahl ist. Sie werden errechnet, indem das Risiko zum möglichen Gewinn in Beziehung gesetzt wird. Auf diese Weise ergibt sich eine rationale Kennzahl, die deutlicher macht, wann sich Call oder Raise lohnen.

  4. Eigene Psyche kontrollieren
    Dies gilt sowohl für die Tells, die man den Mitspielern gibt, als auch für das eigene Setzverhalten. Auch die besten Profi-Spieler sind nicht davor gefeit, sich mitreißen zu lassen. Vor allem bei hohen Verlusten, die auf übermäßig viel Glück des Gegners basieren oder einer langen Gewinnsträhne kann es vorkommen, dass Einsätze und Aktionen irrational wagemutig werden. Wer erfolgreich spielen möchte, muss dies erkennen und nach Möglichkeit das Spiel unterbrechen.

  5. Mit Strategie spielen
    Poker ist von Taktik maßgeblich geprägt. Erfolgreiche Spieler arbeiten zum einen mit einer sinnvollen Spielweise, zum anderen sind sie jedoch auch in der Lage, diese so zu variieren, dass sie die Schwachstellen der Gegner treffen.

Poker


Wie erkenne ich beim Poker, ob mein Gegenspieler blufft?

Eine vollkommen sichere Methode, den Gegner beim Poker zu lesen, gibt es nicht. Vor allem im Profi- und Semi-Profi-Bereich ist dies in der Regel nur mit viel Erfahrung möglich. Folgende Tipps helfen aber dabei, das Blatt des Gegners einzuschätzen:

  • Spieler, die ihre Chips zählen, wollen die Hand spielen, sind sich jedoch darüber bewusst, dass sie nur noch wenige Chips haben.

  • Spieler, die ihre Karten lange betrachten, haben in der Regel ein gutes Anfangsblatt.

  • Spieler, die erst zögern und dann checken, haben häufig kein gutes Blatt. Ein kleiner Raise verursacht dann häufig ein Fold.

  • Gesprächige Spieler, die schweigsam werden oder schweigsame Spieler, die plötzlich gesprächig werden, haben in der Regel eine sehr starke Hand erwischt.

  • Zitternde Hände sind häufig kein Zeichen von Unsicherheit, sondern für ein gutes Anfangsblatt.

  • Intuition spielt beim Erkennen von Tells eine wichtige Rolle. Viele unbewusst ablaufende Verhaltensweisen werden genauso unbewusst registriert. Im Zweifelsfall kann es also hilfreich sein, auf sein Bauchgefühl zu hören, anstatt sich von offensichtlichen Tells irritieren zu lassen.

  • Wer bei Online-Poker direkt checkt oder raist, hat mit großer Wahrscheinlichkeit den Autobutton aktiviert. Ein Check spricht für eine schwache Hand, ein Raise für eine sehr starke.

  • Benötigt ein Online-Spieler hingegen sehr viel Zeit und seine Reaktion ist ein Check, hält er mit großer Wahrscheinlichkeit keine starke Hand.

Unerfahrene Pokerspieler versuchen in der Regel, ihr Blatt mit genau der entgegengesetzten Verhaltensweise zu spielen. Wer ein starkes Blatt hat, täuscht also Unsicherheit vor, während ein schwaches Blatt durch Reden, selbstbewusstes Setzen oder gar Unaufmerksamkeit überspielt werden soll. All diese Tells (unbewusste Verhaltensweisen) können jedoch von erfahrenen Pokerspielern auch zu ihrem Vorteil genutzt werden. Deswegen ist es immer hilfreich, seine Mitspieler zu kennen und zu wissen, wie erfahren sie sind. Den meisten Profispielern gelingt es letztlich dennoch nicht vollkommen, nichts von dem eigenen Blatt preiszugeben.


Pokerface


Wie entwickle ich ein Pokerface?

Um dem Gegner möglichst wenig von sich preiszugeben, ist es wichtig, sein eigenes Verhalten zu beobachten. Unbewusst ablaufende Reaktionen können so besser erkannt und vermieden werden. Grundsätzlich gibt es zudem folgende Tipps:

  • Sonnenbrille (und Mütze) helfen dabei, über die eigene Mimik nicht zu viel preiszugeben.

  • Pocket Cards immer gleich lang und auf dieselbe Weise ansehen. Dabei darauf achten, nicht sofort zu reagieren und das Gesicht nicht zu bewegen.

  • Sitzhaltung ist bequem und aufrecht und sollte während des Spiels nicht verändert werden.

  • Füße nicht bewegen.

  • Kein Augenkontakt mit Gegnern.

  • Keine Unterhaltungen während des Spiels.

  • Alle Spielabläufe sollten ruhig und in derselben Stimmlage abgegeben werden.

  • Beim Online-Poker sind Tells in der Regel am leichtesten zu vermeiden. Allerdings ist hier wichtig, dass viele Spieler die Reaktionszeit der Gegner genau beobachten. Online-Spieler sollten deswegen bewusst mit der Zeit spielen, um dem Gegner nicht zu viel über sich zu verraten.


Ist Poker in Deutschland strafbar?

Das kommt darauf an. Wer außerhalb von lizensierten Casinos nicht um Geld spielt, muss sich keine Sorgen machen. Sonst kann Poker jedoch den Strafbestand des unerlaubten Glücksspiels nach §§ 284, 285 StGB erfüllen. Auch für den Spieler drohen dann Konsequenzen durch Polizei, Staatsanwälten und Gerichten.

Um als unerlaubtes Glücksspiel zu gelten, müssen jedoch verschiedene Merkmale erfüllt sein. Zum einen muss das Pokerspiel öffentlich sein. Dafür reicht jedoch bereits das Spiel in einer Kneipe aus. Auch wenn es “gewohnheitsmäßig” in Privaträumen veranstaltet wird, gilt es als öffentlich. Zudem muss es sich beim Gewinn um Geld handeln. Eine Ausnahme wäre also ein Sachpreisturnier, dessen Gewinn nicht durch die Eintrittsgelder finanziert wird. In Casinos ist das Spielen um Geld aufgrund der Lizenz natürlich legal.


Was passiert, wenn ich beim unerlaubten Glücksspiel erwischt werde?

Dafür muss zum einen ein eindeutiger Nachweis vorhanden sein, dass der Strafbestand erfüllt ist. Das bedeutet, dass die Polizei nachweisen kann, dass um Geld gepokert wurde. Die Konsequenzen sind für die Spieler jedoch in der Regel gering. Zwar kann die Staatsanwaltschaft das gefundene Geld und die Spielgeräte beschlagnahmen, die meisten Spieler kommen jedoch häufig mit Geldstrafen davon. Eine Eintragung ins polizeiliche Führungszeugnis wird in der Regel nicht vorgenommen. Eine Einstellung des Verfahren gegen Auflage ist jedoch am häufigsten.


Ist Online-Poker legal?

Momentan handelt es sich hier nach wie vor um eine rechtliche Grauzone. Grundsätzlich ist es Spielern aus Deutschland nicht erlaubt, im Internet um Geld zu pokern. Absurderweise ist es jedoch möglich, als Deutscher aus dem Ausland zu spielen, ohne rechtlich belangt werden zu können.

Wer jedoch aus Deutschland spielt und sich erwischen lässt, muss derzeit immer noch mit einer Freiheitsstrafe von bis zu sechs Monaten oder einer Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen rechnen. Bislang werden derartige Verstöße jedoch nicht geahndet.


Muss ich Pokergewinne versteuern?

Auch in diesem Punkt ist die deutsche Gesetzeslage widersprüchlich. Zwar gilt Poker als Glücksspiel und sämtliche Einnahmen wären somit steuerfrei, allerdings suchen die Finanzämter kontinuierlich nach Möglichkeiten, wie sie von großen Gewinnen und Poker-Profis profitieren können.

Relativ bekannt geworden ist der Rechtsstreit um Eddy Scharf, dessen Pokerspiel das Finanzgericht Köln als gewerbliche Tätigkeit ansah, da er wiederholt Gewinne erzielen konnte. Scharf legte gegen dieses Urteil, das eine nachträgliche Versteuerung von rund einer Million Gewinn bedeutet hätte, Revision ein.


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Ist Poker Glücksspiel?

In den letzten Jahren hat sich der Ruf von Poker erheblich verbessert und die mentalen Fähigkeiten, die zum Gewinnen notwendig sind, rücken immer stärker ins Zentrum. Allerdings gilt Poker in Deutschland nach wie vor als Glücksspiel. Grund dafür ist zum einen, dass die Gesellschaft derartige Veränderungen immer nur langsam akzeptiert. Zum anderen ähneln viele Turniere aufgrund ihrer Setzstruktur, die relativ wenig Raum für eine strategische und vorsichtige Spielweise lassen, immer noch stärker einem Glücksspiel. So gilt es beispielsweise auch als äußerst unwahrscheinlich, dass jemand die World Series of Poker zwei mal hintereinander gewinnen kann, auch wenn dies in Einzelfällen bereits möglich war.